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Themen/Rechtsstaat

Rechtsstaat, Gerichte und Polizei

19 Fragen aus dem Bereich Politik in der Demokratie

Was ein Rechtsstaat ist, welche Gerichte es gibt, was Richterinnen, Schöffen, Anwälte und die Polizei tun. Merken Sie sich vor allem: Auch der Staat selbst muss sich an die Gesetze halten.

Frage №3: Deutschland ist ein Rechtsstaat. Was ist damit gemeint?

  • Alle Einwohner / Einwohnerinnen und der Staat müssen sich an die Gesetze halten.
  • Der Staat muss sich nicht an die Gesetze halten.
  • Nur Deutsche müssen die Gesetze befolgen.
  • Die Gerichte machen die Gesetze.

Warum ist das richtig?

Rechtsstaat bedeutet, dass auch der Staat selbst an Recht und Gesetz gebunden ist, nicht nur die Bürgerinnen und Bürger. Behörden dürfen nur handeln, wenn ein Gesetz sie dazu ermächtigt. Gesetze macht das Parlament, nicht die Gerichte.

Einzelseite zu Frage 3

Frage №51: Zu einem demokratischen Rechtsstaat gehört es nicht, dass …

  • Menschen sich kritisch über die Regierung äußern können.
  • Bürger friedlich demonstrieren gehen dürfen.
  • Menschen von einer Privatpolizei ohne Grund verhaftet werden.
  • jemand ein Verbrechen begeht und deshalb verhaftet wird.

Warum ist das richtig?

In einem Rechtsstaat darf nur der Staat Menschen festnehmen, und auch das nur auf gesetzlicher Grundlage. Eine Privatpolizei, die ohne Grund verhaftet, wäre ein klarer Bruch dieses Prinzips.

Einzelseite zu Frage 51

Frage №53: Was bedeutet „Rechtsstaat“ in Deutschland?

  • Der Staat hat Recht.
  • Es gibt nur rechte Parteien.
  • Die Bürger und Bürgerinnen entscheiden über Gesetze.
  • Der Staat muss die Gesetze einhalten.

Warum ist das richtig?

Rechtsstaat bedeutet, dass der Staat selbst die Gesetze einhalten muss. Der Begriff hat nichts mit rechten Parteien zu tun und bedeutet auch nicht, dass der Staat immer Recht hat.

Einzelseite zu Frage 53

Frage №80: Welches Gericht in Deutschland ist zuständig für die Auslegung des Grundgesetzes?

  • Oberlandesgericht
  • Amtsgericht
  • Bundesverfassungsgericht
  • Verwaltungsgericht

Warum ist das richtig?

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe legt das Grundgesetz aus und kann Gesetze für nichtig erklären. Amts-, Verwaltungs- und Oberlandesgerichte entscheiden dagegen über Einzelfälle.

Einzelseite zu Frage 80

Frage №136: Sie gehen in Deutschland zum Arbeitsgericht bei …

  • falscher Nebenkostenabrechnung.
  • ungerechtfertigter Kündigung durch Ihren Chef / Ihre Chefin.
  • Problemen mit den Nachbarn / Nachbarinnen.
  • Schwierigkeiten nach einem Verkehrsunfall.

Warum ist das richtig?

Für Streit aus dem Arbeitsverhältnis, etwa bei einer Kündigung, ist das Arbeitsgericht zuständig. Mietstreit gehört vor das Amtsgericht, Nachbarschaftsstreit ebenfalls.

Einzelseite zu Frage 136

Frage №137: Welches Gericht ist in Deutschland bei Konflikten in der Arbeitswelt zuständig?

  • das Familiengericht
  • das Strafgericht
  • das Arbeitsgericht
  • das Amtsgericht

Warum ist das richtig?

Konflikte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern entscheidet das Arbeitsgericht. Deutschland kennt neben der ordentlichen Gerichtsbarkeit mehrere Fachgerichtsbarkeiten für bestimmte Rechtsgebiete.

Einzelseite zu Frage 137

Frage №138: Was kann ich in Deutschland machen, wenn mir mein Arbeitgeber / meine Arbeitgeberin zu Unrecht gekündigt hat?

  • weiter arbeiten und freundlich zum Chef / zur Chefin sein
  • ein Mahnverfahren gegen den Arbeitgeber / die Arbeitgeberin führen
  • Kündigungsschutzklage erheben
  • den Arbeitgeber / die Arbeitgeberin bei der Polizei anzeigen

Warum ist das richtig?

Gegen eine Kündigung können Sie innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Diese Frist ist kurz, deshalb sollten Sie schnell handeln.

Einzelseite zu Frage 138

Frage №139: Wann kommt es in Deutschland zu einem Prozess vor Gericht? Wenn jemand …

  • zu einer anderen Religion übertritt.
  • eine Straftat begangen hat und angeklagt wird.
  • eine andere Meinung als die der Regierung vertritt.
  • sein Auto falsch geparkt hat und es abgeschleppt wird.

Warum ist das richtig?

Zu einem Strafprozess kommt es, wenn die Staatsanwaltschaft jemanden wegen einer Straftat anklagt. Eine andere Meinung oder ein Religionswechsel sind keine Straftaten.

Einzelseite zu Frage 139

Frage №140: Was macht ein Schöffe / eine Schöffin in Deutschland? Er / Sie …

  • entscheidet mit Richtern / Richterinnen über Schuld und Strafe.
  • gibt Bürgern / Bürgerinnen rechtlichen Rat.
  • stellt Urkunden aus.
  • verteidigt den Angeklagten / die Angeklagte.

Warum ist das richtig?

Schöffinnen und Schöffen sind ehrenamtliche Richter. Sie entscheiden zusammen mit den Berufsrichtern über Schuld und Strafe und haben dabei das gleiche Stimmrecht.

Einzelseite zu Frage 140

Frage №141: Wer berät in Deutschland Personen bei Rechtsfragen und vertritt sie vor Gericht?

  • ein Rechtsanwalt / eine Rechtsanwältin
  • ein Richter / eine Richterin
  • ein Schöffe / eine Schöffin
  • ein Staatsanwalt / eine Staatsanwältin

Warum ist das richtig?

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte beraten Mandanten und vertreten sie vor Gericht. Richter entscheiden, Staatsanwälte klagen an, Schöffen urteilen ehrenamtlich mit.

Einzelseite zu Frage 141

Frage №142: Was ist die Hauptaufgabe eines Richters / einer Richterin in Deutschland? Ein Richter / eine Richterin …

  • vertritt Bürger und Bürgerinnen vor einem Gericht.
  • arbeitet an einem Gericht und spricht Urteile.
  • ändert Gesetze.
  • betreut Jugendliche vor Gericht.

Warum ist das richtig?

Richterinnen und Richter sprechen Urteile und sind dabei unabhängig und nur an das Gesetz gebunden. Gesetze ändern können sie nicht, das ist Aufgabe des Parlaments.

Einzelseite zu Frage 142

Frage №143: Ein Richter / eine Richterin in Deutschland gehört zur …

  • Judikative.
  • Exekutive.
  • Operative.
  • Legislative.

Warum ist das richtig?

Richter gehören zur Judikative, der rechtsprechenden Gewalt. Legislative ist die Gesetzgebung, Exekutive die Regierung und Verwaltung.

Einzelseite zu Frage 143

Frage №144: Ein Richter / eine Richterin gehört in Deutschland zur …

  • vollziehenden Gewalt.
  • rechtsprechenden Gewalt.
  • planenden Gewalt.
  • gesetzgebenden Gewalt.

Warum ist das richtig?

Auf Deutsch heißt die Judikative rechtsprechende Gewalt. Vollziehende Gewalt ist die Exekutive, gesetzgebende Gewalt die Legislative.

Einzelseite zu Frage 144

Frage №145: In Deutschland wird die Staatsgewalt geteilt. Für welche Staatsgewalt arbeitet ein Richter / eine Richterin? Für die …

  • Judikative.
  • Exekutive.
  • Presse.
  • Legislative.

Warum ist das richtig?

Richterinnen und Richter arbeiten für die Judikative. Ihre Unabhängigkeit von Regierung und Parlament ist eine Grundbedingung des Rechtsstaats.

Einzelseite zu Frage 145

Frage №146: Wie nennt man in Deutschland ein Verfahren vor einem Gericht?

  • Programm
  • Prozedur
  • Protokoll
  • Prozess

Warum ist das richtig?

Ein Verfahren vor Gericht heißt Prozess. Es gibt unter anderem Strafprozesse, Zivilprozesse und Arbeitsgerichtsprozesse.

Einzelseite zu Frage 146

Frage №147: Was ist die Arbeit eines Richters / einer Richterin in Deutschland?

  • Deutschland regieren
  • Recht sprechen
  • Pläne erstellen
  • Gesetze erlassen

Warum ist das richtig?

Die Arbeit von Richterinnen und Richtern besteht darin, Recht zu sprechen, also Gesetze auf den Einzelfall anzuwenden. Gesetze erlassen dagegen die Parlamente.

Einzelseite zu Frage 147

Frage №148: Was ist eine Aufgabe der Polizei in Deutschland?

  • das Land zu verteidigen
  • die Bürgerinnen und Bürger abzuhören
  • die Gesetze zu beschließen
  • die Einhaltung von Gesetzen zu überwachen

Warum ist das richtig?

Die Polizei überwacht die Einhaltung der Gesetze, schützt die Bevölkerung und verfolgt Straftaten. Die Landesverteidigung ist Aufgabe der Bundeswehr, Gesetze beschließt das Parlament.

Einzelseite zu Frage 148

Frage №150: Ein Gerichtsschöffe / eine Gerichtsschöffin in Deutschland ist …

  • der Stellvertreter / die Stellvertreterin des Stadtoberhaupts.
  • ein ehrenamtlicher Richter / eine ehrenamtliche Richterin.
  • ein Mitglied eines Gemeinderats.
  • eine Person, die Jura studiert hat.

Warum ist das richtig?

Schöffinnen und Schöffen sind ehrenamtliche Richterinnen und Richter aus der Mitte der Bevölkerung. Ein Jurastudium ist dafür nicht erforderlich.

Einzelseite zu Frage 150

Frage №263: In Deutschland sind Jugendliche ab 14 Jahren strafmündig. Das bedeutet: Jugendliche, die 14 Jahre und älter sind und gegen Strafgesetze verstoßen, …

  • werden bestraft.
  • werden wie Erwachsene behandelt.
  • teilen die Strafe mit ihren Eltern.
  • werden nicht bestraft.

Warum ist das richtig?

Ab 14 Jahren ist man strafmündig und wird nach dem Jugendstrafrecht bestraft. Erst ab 21 Jahren gilt in der Regel das Erwachsenenstrafrecht.

Einzelseite zu Frage 263

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