42 Fragen aus dem Bereich Politik in der Demokratie
Wahlgrundsätze, Erst- und Zweitstimme, die Fünf-Prozent-Hürde, Koalitionen, Fraktionen und die Rolle der Parteien. Wenn Sie sich die fünf Wahlgrundsätze allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim merken, haben Sie einen großen Teil dieser Fragen schon sicher.
Warum ist das richtig?
Frei heißt: Niemand darf Sie bei der Wahl unter Druck setzen, kaufen oder für Ihre Stimme benachteiligen. Es gibt in Deutschland auch keine Wahlpflicht. Die weiteren Wahlgrundsätze lauten allgemein, unmittelbar, gleich und geheim.
Warum ist das richtig?
Parteien, die die freiheitliche demokratische Grundordnung beseitigen wollen, sind verfassungswidrig. Über ein Verbot entscheidet allein das Bundesverfassungsgericht. Dieses Prinzip nennt man wehrhafte Demokratie.
Warum ist das richtig?
Die Abgeordneten des Bundestages werden vom wahlberechtigten Volk gewählt, also von allen deutschen Staatsangehörigen ab 18 Jahren. Militär, Wirtschaft und Verwaltung haben darauf keinen Einfluss.
Warum ist das richtig?
Wenn eine Partei allein keine Mehrheit hat, schließt sie sich mit anderen zu einer Koalition zusammen. Eine Fraktion ist dagegen der Zusammenschluss der Abgeordneten einer Partei im Parlament.
Warum ist das richtig?
In einer Gesellschaft gibt es viele verschiedene Interessen und Meinungen. Mehrere Parteien sorgen dafür, dass diese Vielfalt im Parlament vertreten ist und die Wähler eine echte Auswahl haben.
Warum ist das richtig?
Eine Partei kann nur verboten werden, wenn sie die freiheitliche demokratische Grundordnung aktiv bekämpft. Über das Verbot entscheidet ausschließlich das Bundesverfassungsgericht. Kritik am Staat allein reicht nie aus.
Warum ist das richtig?
Den Bundespräsidenten wählt die Bundesversammlung, nicht das Volk. Bundestag, Landtage und das Europäische Parlament werden dagegen direkt gewählt.
Warum ist das richtig?
Die Wahl eines Landesparlaments heißt Landtagswahl. Kommunalwahl meint Gemeinde- und Kreisebene, Bundestagswahl den Bund und Europawahl das Europäische Parlament.
Warum ist das richtig?
Der amtliche Fragenkatalog des BAMF nennt hier CDU/CSU und SPD. Markieren Sie in der Prüfung die im aktuellen Katalog vorgesehene Antwort.
Hinweis zur Aktualität
Seit der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 sind die beiden größten Fraktionen CDU/CSU (220 Sitze) und AfD (152 Sitze); die SPD folgt mit 120 Sitzen. Der Fragenkatalog gibt weiterhin die frühere Sitzverteilung wieder.
Warum ist das richtig?
CDU steht für Christlich Demokratische Union. Sie wurde 1945 gegründet und bildet im Bundestag zusammen mit der bayerischen CSU eine gemeinsame Fraktion.
Warum ist das richtig?
SPD steht für Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Sie wurde 1863 gegründet und ist damit die älteste noch bestehende Partei Deutschlands.
Warum ist das richtig?
FDP steht für Freie Demokratische Partei. Sie versteht sich als liberale Partei und wurde 1948 gegründet.
Warum ist das richtig?
CSU steht für Christlich Soziale Union. Sie tritt nur in Bayern an und bildet im Bundestag mit der CDU eine gemeinsame Fraktion.
Warum ist das richtig?
Die Zweitstimme entscheidet über den Anteil der Sitze einer Partei im Bundestag. Die Erststimme wählt dagegen einen Direktkandidaten im Wahlkreis.
Warum ist das richtig?
Bei Bundestagswahlen darf man ab 18 Jahren wählen. Bei Kommunal- und teilweise Landtagswahlen liegt das Wahlalter in mehreren Bundesländern bei 16 Jahren.
Warum ist das richtig?
Ampelkoalition nennt man die Zusammenarbeit von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, weil deren Parteifarben Rot, Gelb und Grün den Farben einer Ampel entsprechen. Solche Farbnamen gibt es auch für andere Bündnisse, etwa Große Koalition oder Jamaika.
Warum ist das richtig?
Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sorgen für den ordnungsgemäßen Ablauf im Wahllokal und zählen nach Schließung die Stimmen aus. Sie dürfen niemanden beeinflussen und keine Zwischenergebnisse weitergeben.
Warum ist das richtig?
Die zentrale Aufgabe der ehrenamtlichen Wahlhelfer ist die Auszählung der Stimmen nach Schließung des Wahllokals. Die Wahlbenachrichtigungen verschickt dagegen die Gemeinde.
Warum ist das richtig?
Der Bundestag wird für vier Jahre gewählt. Diese Zeit nennt man Legislaturperiode oder Wahlperiode.
Warum ist das richtig?
Wahlberechtigt ist, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und mindestens 18 Jahre alt ist. Wohnsitz allein oder eine bestimmte Aufenthaltsdauer reichen nicht aus.
Warum ist das richtig?
Bundestagswahlen finden normalerweise alle vier Jahre statt. Nur bei einer vorzeitigen Auflösung des Bundestages wird früher gewählt.
Warum ist das richtig?
Die Wahlperiode des Bundestages dauert vier Jahre. Landtage werden dagegen in den meisten Bundesländern für fünf Jahre gewählt.
Warum ist das richtig?
Geheim heißt: Niemand darf erfahren, wie Sie gewählt haben. Deshalb gibt es Wahlkabinen und blickdichte Umschläge. Die fünf Wahlgrundsätze lauten allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim.
Warum ist das richtig?
Gewonnen hat die Partei mit den meisten Stimmen. Wer regiert, hängt aber davon ab, wer eine Mehrheit im Bundestag organisieren kann, also von der Koalitionsbildung.
Warum ist das richtig?
Wählen ist in Deutschland ein Recht, keine Pflicht. Es gibt keine Wahlpflicht und niemand wird bestraft, wenn er nicht zur Wahl geht.
Warum ist das richtig?
Aktives Wahlrecht bedeutet, selbst wählen zu dürfen. Passives Wahlrecht bedeutet dagegen, selbst gewählt werden zu können.
Warum ist das richtig?
Das Recht, selbst zu wählen, heißt aktives Wahlrecht. Merken Sie sich: aktiv gleich Stimme abgeben, passiv gleich kandidieren.
Warum ist das richtig?
Die Sperrklausel liegt bei fünf Prozent der Zweitstimmen. Parteien darunter ziehen nicht in den Bundestag ein, außer sie gewinnen genug Direktmandate.
Warum ist das richtig?
Frei bedeutet, dass jede Person ohne Zwang entscheidet, ob und wen sie wählt. Weder Staat noch Arbeitgeber noch Familie dürfen darauf Einfluss nehmen.
Warum ist das richtig?
Deutschland hat ein Mehrheits- und Verhältniswahlrecht: Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat nach Mehrheit gewählt, die Zweitstimme verteilt die Sitze nach dem Verhältnis der Stimmen.
Warum ist das richtig?
Die Sperrklausel von fünf Prozent heißt in Deutschland Fünf-Prozent-Hürde. Sie soll eine Zersplitterung des Parlaments verhindern.
Warum ist das richtig?
Die Wahlgrundsätze aus Artikel 38 des Grundgesetzes lauten allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim. Von den Antwortmöglichkeiten trifft nur frei, gleich, geheim zu.
Warum ist das richtig?
Die Fünf-Prozent-Hürde ist der Mindestanteil an Zweitstimmen, den eine Partei für den Einzug ins Parlament braucht. Mit Abstimmungen oder Anwesenheit im Bundestag hat sie nichts zu tun.
Warum ist das richtig?
Bei der Bundestagswahl wählen Sie das Parlament, nicht den Kanzler. Den Kanzler wählt anschließend der neu gewählte Bundestag.
Warum ist das richtig?
Regelmäßige Wahlen ermöglichen einen friedlichen Machtwechsel: Die Mehrheit kann eine Regierung abwählen und eine andere einsetzen. Das unterscheidet Demokratien von Diktaturen.
Warum ist das richtig?
Vor jeder Wahl schickt die Gemeinde eine Wahlbenachrichtigung. Darin stehen das Wahllokal, der Wahltag und die Möglichkeit, Briefwahl zu beantragen.
Warum ist das richtig?
Die Fünf-Prozent-Hürde soll verhindern, dass sehr viele kleine Parteien ins Parlament einziehen und stabile Mehrheiten unmöglich machen. Das Vorbild ist die Erfahrung mit der Weimarer Republik.
Warum ist das richtig?
Gewählte Mitglieder eines Parlaments heißen Abgeordnete. Sie sind nach dem Grundgesetz nur ihrem Gewissen unterworfen und an Aufträge nicht gebunden.
Warum ist das richtig?
Direkt vom Volk gewählt wird auf Bundesebene nur der Bundestag. Kanzler, Bundespräsident und Ministerpräsidenten werden von Parlamenten beziehungsweise der Bundesversammlung gewählt.

Warum ist das richtig?
Gültig ist ein Stimmzettel, wenn genau ein Kreuz bei der Erststimme und genau ein Kreuz bei der Zweitstimme gesetzt ist und der Wille eindeutig erkennbar ist. Zusätze oder mehrere Kreuze machen ihn ungültig.
Warum ist das richtig?
Sie können Ihre Stimme persönlich im Wahllokal oder per Briefwahl abgeben. Die Briefwahl muss vorher beantragt werden. Wählen für andere Personen ist nicht erlaubt.
Warum ist das richtig?
Deutsche Staatsangehörige können zum Ehrenamt als Wahlhelferin oder Wahlhelfer verpflichtet werden. Andere Ehrenämter sind dagegen immer freiwillig.