21 Fragen aus dem Bereich Mensch und Gesellschaft
Schulpflicht, Kindergartenanspruch, Elterngeld, Mutterschutz, Jugendamt und der zweite Bildungsweg. Grundregel: Für die Erziehung sind zuerst die Eltern zuständig, der Staat unterstützt und wacht darüber.
Warum ist das richtig?
Artikel 7 des Grundgesetzes stellt das gesamte Schulwesen unter die Aufsicht des Staates. Das gilt auch für Privatschulen, die deshalb genehmigt und beaufsichtigt werden.
Warum ist das richtig?
In Deutschland gilt Schulpflicht, meist von der Einschulung bis mindestens zum 9. oder 10. Schuljahr. Eine Wahlpflicht oder Religionspflicht gibt es nicht.
Warum ist das richtig?
Elterngeld muss beantragt werden, und zwar bei der zuständigen Elterngeldstelle. Es wird höchstens drei Monate rückwirkend gezahlt, ein früher Antrag lohnt sich also.
Warum ist das richtig?
Über den Kindergartenbesuch entscheiden die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten. Eine Kindergartenpflicht gibt es in Deutschland nicht, wohl aber einen Rechtsanspruch auf einen Platz.
Warum ist das richtig?
Für ein Universitätsstudium braucht man normalerweise das Abitur, also die allgemeine Hochschulreife. Auch beruflich Qualifizierte können unter bestimmten Bedingungen studieren.
Warum ist das richtig?
Sexuelle Handlungen mit Kindern unter 14 Jahren sind in Deutschland strafbar. Bei erwachsenen Paaren spielen Altersunterschied und Geschlecht dagegen keine Rolle.
Warum ist das richtig?
Der Mutterschutz gilt in der Regel sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit besteht ein Beschäftigungsverbot und ein besonderer Kündigungsschutz.
Warum ist das richtig?
Artikel 6 des Grundgesetzes bestimmt: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuerst ihnen obliegende Pflicht. Der Staat wacht nur darüber.
Warum ist das richtig?
Hauptverantwortlich für die Erziehung sind die Eltern. Schule, Kindergarten und Staat unterstützen sie, ersetzen sie aber nicht.
Warum ist das richtig?
Bildung und Ausbildung sind in Deutschland die wichtigsten Faktoren für gute Berufschancen. Religion, Geschlecht oder Parteimitgliedschaft dürfen dabei keine Rolle spielen.
Warum ist das richtig?
Kinder haben in Deutschland ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafung ist verboten und kann als Körperverletzung bestraft werden.
Warum ist das richtig?
Das Jugendamt berät und unterstützt Eltern bei Erziehungsfragen und in Krisen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.
Warum ist das richtig?
Erwachsene können das Abitur am Abendgymnasium oder Kolleg nachholen. Das gehört zum zweiten Bildungsweg, für den es in Deutschland viele Angebote gibt.
Warum ist das richtig?
Wenn das Wohl eines Kindes ernsthaft gefährdet ist, kann das Jugendamt es in Obhut nehmen. Über eine dauerhafte Trennung von den Eltern entscheidet dann das Familiengericht.
Warum ist das richtig?
Das Berufsinformationszentrum BIZ der Agentur für Arbeit hilft bei Berufsorientierung und Lehrstellensuche. Die Nutzung ist kostenlos.
Warum ist das richtig?
Aus der Schulpflicht folgt die Anwesenheitspflicht im Unterricht. Wer fehlt, muss sich entschuldigen, unentschuldigtes Fehlen kann zu Bußgeldern führen.
Warum ist das richtig?
Auch mit 30 Jahren kann man das Abitur am Abendgymnasium nachholen. Der zweite Bildungsweg steht in Deutschland grundsätzlich jedem Alter offen.
Warum ist das richtig?
Seit 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, ab drei Jahren auf einen Kindergartenplatz. Beantragt wird er bei der Gemeinde.
Warum ist das richtig?
Volkshochschulen sind kommunale Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Sie bieten Sprachkurse, Integrationskurse und berufliche Weiterbildung an und führen auch den Einbürgerungstest durch.
Warum ist das richtig?
Bei Erziehungsproblemen ist das Jugendamt die richtige Anlaufstelle. Es bietet Beratung an, ohne dass daraus automatisch Konsequenzen folgen.
Warum ist das richtig?
Weil sich Berufsanforderungen schnell ändern, ist lebenslanges Lernen wichtig. Volkshochschulen, Kammern und die Agentur für Arbeit bieten dafür viele Weiterbildungen an.